Gemeinde ECHO
Evangelische Stadtkirchengemeinde Remscheid
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Kirchenmusikalische Angebote

Kinder- und Jugendchorarbeit

Der Kinder- und Jugendchor "Voices" der Musik- und Kunstschule probt freitags ab 15.30 Uhr in unserem Gemeindehaus an der Stadtkirche und ist uns in vielen Kooperationen verbunden. Auch dort können jederzeit Kinder (ab Vorschulalter) und Jugendliche mitsingen. Kontakt: Astrid Ruckebier, Tel. 66 14 02

Singen im Familienzentrum

Ein Projekt zum Singen mit Kindern im Vorschulalter wird regelmäßig im Familienzentrum des „Kindergarten Himmelszelt“ und im Kindergarten Hasten durchgeführt. Kontakt: Ursula Wilhelm, Tel. 02191/ 4 64 05 71

Stadtkirchenchor

Wir proben immer donnerstags von 20.00 bis 21:30 Uhr im Gemeindesaal der Stadtkirche am Markt (Eingang Marktlücke). Der Chor wurde 1886 gegründet und konnte 2011 sein 125. Jubiläum feiern. Zurzeit sind wir ca. 25 Sängerinnen und Sänger - und freuen uns jederzeit über neue Sänger und Sängerinnen in allen Stimmlagen, auch für Projekte. Unser Repertoire reicht vom Mittelalter über Barock, Klassik und Romantik bis zu Musik unserer Zeit. Wir singen in verschiedenen Gottesdiensten unserer Gemeinden und in Konzerten. Dabei verlassen wir auch gerne mal die „ausgetretenen“ Pfade und entdecken Neues, experimentieren mit Klängen oder singen unbekanntere Werke. Wir reisen gerne, pflegen aber auch intensiv die Geselligkeit der „Chorfamilie“ mit Geburtstagsfeiern, Maibowle, Weihnachtstreffen u.v.a. Gerne können Sie einfach mal in eine Chorprobe „reinschnuppern“. Auch über die Teilnahme an einzelnen Projekten freuen wir uns. Weitere Informationen erhalten Sie bei Kantorin Ursula Wilhelm, Tel.: 02191/ 4 64 05 71 oder per Mail: ursula.wilhelm@ekir.de

Experimentelle Musik – Arbeit mit Wort und Klang

Musizieren nicht nur mit klassischen Musikinstrumenten, sondern auch mit Alltagsgegenständen, Percussion, Singen und Sprechen, gemeinsame Entwicklung von Musikstücken, Auseinandersetzung mit Texten und ihre Umsetzung in Musik und Szene. Experimentelle Musik ist für alle Kinder und Jugendlichen geeignet, es sind keine musikalischen Vorkenntnisse notwendig, um musikalisch sinnvolles Musizieren zu ermöglichen. Kantorin Ursula Wilhelm besucht projektweise Gruppen von Kindern und Jugendlichen in unseren Gemeinden, vor allem auch Konfirmandengruppen, um gemeinsam mit ihnen die reiche Welt der Klänge zu erforschen und auszuprobieren. Weitere Informationen erhalten Sie bei Kantorin Ursula Wilhelm, Tel.: 02191/ 4 64 05 71 oder per Mail: ursula.wilhelm@ekir.de

Gospel Train(ing)

Das 2001 gegründete „Gospel Train(ing)“ findet seinen Ursprung in einer Idee von Christiane Beilborn, Chorleiterin der Remscheider Kirchengemeinden Adolf-Clarenbach (Reinshagen) und der Stadtkirchengemeinde und ist ein attraktives Angebot für Leute, die gerne singen, jedoch nicht (nur) in einem traditionellen Kirchenchor. Das Repertoire umfasst sowohl klassische als auch neuere Gospels sowie einige afrikanische Lieder. Der aus ca. 20 hochmotivierten Jugendlichen und Erwachsenen bestehende Gospel Train singt der Regel 4-stimmig, meist mit Klavierbegleitung, bei größeren Auftritten auch mit Band (Jahreskonzert). Außer in Gottesdiensten oder Adventsandachten singen wir z. B. auch auf Weihnachtsmärkten oder Sommerfesten. Unser Hauptanliegen ist die Verkündigung christlicher Botschaft durch die zu Herzen gehende Gospelmusik. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz: Mit Jahresessen, Grillabend und Weihnachtsfeier oder sogar einem Chorwochenende stärken wir den Zusammenhalt des Chores. Gospel Train(ing) findet immer mittwochs von 18.45 - 20.15 Uhr im Johannes-Schmiesing-Haus, Büchelstr. 47a statt (außer in den Schulferien) und ist offen für alle interessierten Leute. Kontakt: Christiane Beilborn, Tel. 5 18 11

Kantorin Ursula Wilhelm (Stadtkirche)

Ursula Wilhelm ist in Waiblingen bei Stuttgart aufgewachsen. Sie studierte in Tübingen evangelische Kirchenmusik. Außerdem absolvierte sie die Masterstudiengänge "Musikvermittlung und Konzertpädagogik" in Detmold sowie "Musik des Mittelalters" in Essen-Werden. Bis 2014 war sie in der Evangelischen Kirchengemeinde Giengen (Brenz) tätig, die zur württembergischen Landeskirche gehört.

Kontakt

Ursula Wilhelm, Schulgasse 1, 42853 Remscheid
Telefon 02191/ 4 64 05 71, ursula.wilhelm@ekir.de

Kantor Franz Pembaur (Pauluskirche)

Nüdelshalbach 79, 42855 Remscheid
Telefon (02191) 29 31 07, franzpembaur@web.de

Chorleitung Gospel Train

Christiane Beilborn, Düringer Straße 24, 42899 Remscheid
Telefon (02191) 5 18 11, christiane@beilborn.de

Organist im Süd-Bezirk

Philipp Reinshagen, Hammesberger Straße 84, 42855 Remscheid, Telefon 0172 26 65 85 2

Die Orgeln der evangelischen Stadtkirche Remscheid

Während der letzten großen Renovierung der Ev. Stadtkirche von 1979–1980 wurden bei den archäologischen Grabungen Reste der Vorgänger-Kirchen gefunden. Seitdem wissen wir, daß an diesem Ort bereits im 11. Jahrhundert eine Kapelle auf dem „Fronhof“ der Grafen von Berg gestanden hat. Eine Schenkungs-Urkunde an den Johanniter-Orden aus dem Jahre 1217 ist erhalten, wahrscheinlich zu dieser Zeit wurde die dreischiffige Kirche gebaut, deren Grundriss mit der heutigen Kirche fast übereinstimmt. Eine Orgel stand wohl schon im 17. Jh. in der Kirche, spätestens nach dem Neubau von 1726 (nach dem Brand von 1723).

1753 kaufte man bei dem Schwelmer Orgelbauer Joh. H. Klein eine neue Orgel, die über Altar und Kanzel als Teil der „Prinzipalstücke“ angeordnet war. 1824 wurde diese unspielbar gewordene Orgel durch Rötzel aus Eckenhagen repariert. 1863 begann man mit dem Einbau einer neuen Orgel, ein Werk der Gebr. Rudolf und Richard Ibach aus Wuppertal-Barmen.

Der Elberfelder Orgelvirtuose und Komponist J.A. van Eyken nahm die Orgelprüfung im Oktober 1864 ab.

1907 wurde bei einem Brand, der bei der Umstellung dieser Orgel auf elektrische Bedienung entstand, das Instrument so beschädigt, daß eine neue Orgel bei der Fa. Walcker in Ludwigsburg in Auftrag gegeben wurde. Bis 1943 erklang diese elektro-pneumatische Orgel mit 3 Manualen, Pedal und 33 klingenden Stimmen, Walze, Schweller. Koppeln und zwei freien Kombinationen. Der alte Prospekt der Ibach-Orgel blieb erhalten und wurde erweitert durch ein Echowerk (3. Manual) auf der gesonderten Orgelbühne über der West-Empore, auf der auch der Spieltisch stand. Diese Orgel fiel mit der Kirche der Bombennacht vom 31.7.1943 zum Opfer. Nach dem Wiederaufbau1954/55 im Stil der Zeit erhielt die Kirche auch eine neue Orgel auf der weit in den Raum ragenden West-Empore: ein Werk der Fa. G.F. Steinmeyer mit 21 Stimmen auf 2 Manualen und Pedal, Taschenladen und elektrischer Traktur. Das Rückpositiv war ca. 4m von der Hauptorgel entfernt. Durch die unzulängliche Heizung und das schlechte Nachkriegs-Material war dieses Instrument bald störanfällig und 1977 kaum noch spielbar. In dieser Zeit hatte sich der Wunsch der Gemeinde nach einer Neugestaltung des Kirche, die dem historischen Raum wieder gerecht wurde, konkretisiert.

Im Rahmen der grundlegenden Renovierung durch die Fa. Ochsenfarth/ Paderborn wurde 1978 eine neue Orgel bei der Fa. Rudolf von Beckerath/Hamburg in Auftrag gegeben. Das Eichen-Orgelgehäuse wurde von der Fa. Tombusch-Brumann aus Ascheberg gebaut. Die Orgel hat 25 klingende Stimmen, verteilt auf Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal und steht wieder im „Angesicht“ der Gemeinde an der Ostwand auf einer großen Empore. Seit sie am Sonntag Judika, 5.4.1981, in den Dienst der Gemeinde gestellt wurde (mit einem Festgottesdienst und einem Orgelkonzert von Prof. Gerd Zacher), erklingt sie oft und vielfältig zum Lobe Gottes und zur Freude der Gemeinde und der Musikfreunde. 1999 wurde sie gereinigt und neu intoniert, ein Tribut an die Umweltverschmutzung, die auch vor der alten Kirche der „Seestadt auf dem Berge“ nicht halt macht. Die Charakteristik der einzelnen Stimmen (vor allem auch der fünf Zungenstimmen), die Klangfülle des Plenums, die leichte Spielbarkeit, die Zuverlässigkeit der Mechanik und der Setzer, verbunden mit der ausgezeichneten Akustik der Stadtkirche tragen dazu bei, daß dieses Instrument zu den farbigsten und klangschönsten des an guten Orgel reichen Kirchenkreises Lennep zählt. Auf ihr lässt sich fast die ganze Orgel-Literatur darstellen, von alter Musik über Werke der Romantik (auch symphonische) und in besonderer Weise Kompositionen der Gegenwart.

Disposition der Beckerath-Orgel (1981)

Hauptwerk 1. Man.: Quintatön 16‘, Prinzipal 8‘, Rohrflöte 8‘, Oktave 4‘, Spitzflöte 4‘, Nasat 2 2/3, Oktave 2‘, Mixtur 4-6f, Trompete 8‘, 3 Koppeln, 6–facher Setzer (Knöpfe und Pistons), 2 Tremulanten

Schwellwerk 2. Man.: Holzgedackt 8‘, Spitzgambe 8‘, Prinzipal 4‘, Traversflöte 4‘, Waldflöte 2‘, Sesquialtera 2f, Scharf 4-5f, Dulzian 16‘, Oboe 8‘

Pedal (c-g‘): Subbaß 16‘, Oktavbaß 8‘, Gedacktbaß 8‘, Choralbaß 4‘, Hintersatz 4f, Fagott 16‘, Schalmei 4‘

Orgelpositiv (Beckerath 1990)

Gedackt 8‘, Rohrflöte 4‘, Oktave 2‘, Quinte 1 1/3

Orgel der Pauluskirche Hasten

Die Orgel der Pauluskirche Hasten wurde 1985 von der Fa. Schulte erbaut.

Die 38 Register verteilen sich über 3 Manuale und Pedal. Haupt- und Schwellwerk befinden sich vorn über dem Altar. Das Rückpositiv mit einem zusätzlichen Spieltisch steht hinten in der Kirche auf der Empore. So können räumliche Wirkungen ideal in die Musik einbezogen werden. Die Schleifladen werden elektrisch angesteuert, die Tonventile mechanisch mittels Alu-Traktur betätigt.

Im Sommer 2007 wurde die Orgel durch die Firma Johannes Klein (Oelde) einer gründlichen Instandsetzung und Reinigung unterzogen. Alter, schadhaft gewordener Leim wurde entfernt und ca. 2.500 neue Dichtringe eingeklebt, Registerschleifen durch Umkonstruktion gängig gemacht, Laufböden eingezogen, falsch installierte elektrische Schaltungen neu verdrahtet. Vor allem aber wurde der größte Teil des Pfeifenwerkes einer Neu- und Umintonation unterzogen, so dass die einzelnen Register wesentlich mehr Charakter gewonnen haben und sich untereinander besser mischen.

Altar, Kanzel und Orgelwerk sind in der Tradition der sog. „Bergischen Trias“ zu einer Einheit zusammengefasst.