Ansprechpartnerin: Frau Forsbach
Wir proben an jedem Donnerstag von 20.00 bis 21.45 Uhr im Gemeindehaus der Stadtkirchengemeinde am Vaßbenderplatz. Sänger/innen, auch zu Projekten, sind jederzeit herzlich willkommen.
St. Suitbertus / Ev. Stadtkirche
Montags von 16.30 bis 17.30 Uhr (ab 8 Jahre)
Donnerstags von 16.45 bis 17.20 Uhr (von 5-7 Jahre)
Unsere Mädchenschola (ab 13 Jahre) probt Samstags (14-tägig) von 12.15 bis 13.15 Uhr im Gemeindezentrum der Stadtkirchengemeinde.
Die Flötistinnen vom AugustinushausJeden Montag um 20.00 Uhr treffen wir 6 Frauen uns im Augustinushaus um miteinander zu musizieren. Dabei kommen Blockflöten in den verschiedenen Tonhöhen, vom Subbass bis zur Sopranflöte zum Einsatz. Es macht Freude immer wieder neues aus dem Schatz der Musik von der Renaissance bis in unsere Zeit zu entdecken.
Samstags können Sie in der Stadtkirche von 11.30 bis 12.00 Uhr unsere Beckerath-Orgel hören.

In Düsseldorf geboren und aufgewachsen, studierte dort nach dem Abitur an der Kirchenmusikschule der Ev. Kirche im Rheinland und an der Robert-Schumann-Musikhochschule Klavier, Kirchenmusik und Liedbegleitung (bei A. Sehwinger, F. Gottschick, P. Heuser, Chr. de Bruyn).
Nach dem Staatlichen Musiklehrerexamen (Klavier), nahm sie zusätzlich das Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln auf. 1975 wechselte sie in die Orgelklasse von Gerd Zacher an die Folkwang Musikhochschule Essen, wo sie 1979 den Konzertabschluss machte. Außerdem nahm sie an Meisterkursen u.a. bei Gaston Litaize und Lionel Rogg teil.
Als Kirchenmusikerin war sie 1970–75 in der altlutherischen Gemeinde in Düsseldorf tätig, 1975–77 an der Ev. Stadtkirche in Moers. Seit 1977 ist sie als Kantorin der Ev. Stadtkirche Remscheid tätig.
1990 hat sie das Amt der Kreiskantorin übernommen. 1999 wurde sie zur Kirchenmusikdirektorin ernannt. Schwerpunkte ihrer umfangreichen Arbeit liegen in der Aufführung von Werken aller Epochen, besonders aber unbekannter Werke der Romantik und zeitgenössischer geistlicher Musik. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen hat sie einstudiert. Eine ganze Reihe von Werken entstanden für sie bzw. Chor und Orgel an der Stadtkirche. Darüber hinaus arbeitete sie u.a. mit im Vorstand der Bergischen Gesellschaft für Neue Musik, der Bergischen Biennale, der C-Ausbildung für nebenamtliche Kirchenmusiker in Wuppertal bei CD-Aufnahmen, Konzerten, Vorträgen und Seminare im In- und Ausland, vor allem in Tschechien.
Ruth Forsbach, Haddenbacher Straße 70, 42855 Remscheid
Telefon (02191) 29 31 61,
forsbach-backhaus@t-online.de

Philipp Reinshagen, Hammesberger Straße 84, 42855 Remscheid, Telefon 0172 26 65 85 2
Während der letzten großen Renovierung der Ev. Stadtkirche von 1979–1980 wurden bei den archäologischen Grabungen Reste der Vorgänger-Kirchen gefunden. Seitdem wissen wir, daß an diesem Ort bereits im 11. Jahrhundert eine Kapelle auf dem „Fronhof“ der Grafen von Berg gestanden hat. Eine Schenkungs-Urkunde an den Johanniter-Orden aus dem Jahre 1217 ist erhalten, wahrscheinlich zu dieser Zeit wurde die dreischiffige Kirche gebaut, deren Grundriss mit der heutigen Kirche fast übereinstimmt. Eine Orgel stand wohl schon im 17. Jh. in der Kirche, spätestens nach dem Neubau von 1726 (nach dem Brand von 1723).
1753 kaufte man bei dem Schwelmer Orgelbauer Joh. H. Klein eine neue Orgel, die über Altar und Kanzel als Teil der „Prinzipalstücke“ angeordnet war. 1824 wurde diese unspielbar gewordene Orgel durch Rötzel aus Eckenhagen repariert. 1863 begann man mit dem Einbau einer neuen Orgel, ein Werk der Gebr. Rudolf und Richard Ibach aus Wuppertal-Barmen.
Der Elberfelder Orgelvirtuose und Komponist J.A. van Eyken nahm die Orgelprüfung im Oktober 1864 ab.
1907 wurde bei einem Brand, der bei der Umstellung dieser Orgel auf elektrische Bedienung entstand, das Instrument so beschädigt, daß eine neue Orgel bei der Fa. Walcker in Ludwigsburg in Auftrag gegeben wurde. Bis 1943 erklang diese elektro-pneumatische Orgel mit 3 Manualen, Pedal und 33 klingenden Stimmen, Walze, Schweller. Koppeln und zwei freien Kombinationen. Der alte Prospekt der Ibach-Orgel blieb erhalten und wurde erweitert durch ein Echowerk (3. Manual) auf der gesonderten Orgelbühne über der West-Empore, auf der auch der Spieltisch stand. Diese Orgel fiel mit der Kirche der Bombennacht vom 31.7.1943 zum Opfer. Nach dem Wiederaufbau1954/55 im Stil der Zeit erhielt die Kirche auch eine neue Orgel auf der weit in den Raum ragenden West-Empore: ein Werk der Fa. G.F. Steinmeyer mit 21 Stimmen auf 2 Manualen und Pedal, Taschenladen und elektrischer Traktur. Das Rückpositiv war ca. 4m von der Hauptorgel entfernt. Durch die unzulängliche Heizung und das schlechte Nachkriegs-Material war dieses Instrument bald störanfällig und 1977 kaum noch spielbar. In dieser Zeit hatte sich der Wunsch der Gemeinde nach einer Neugestaltung des Kirche, die dem historischen Raum wieder gerecht wurde, konkretisiert.
Im Rahmen der grundlegenden Renovierung durch die Fa. Ochsenfarth/ Paderborn wurde 1978 eine neue Orgel bei der Fa. Rudolf von Beckerath/Hamburg in Auftrag gegeben. Das Eichen-Orgelgehäuse wurde von der Fa. Tombusch-Brumann aus Ascheberg gebaut. Die Orgel hat 25 klingende Stimmen, verteilt auf Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal und steht wieder im „Angesicht“ der Gemeinde an der Ostwand auf einer großen Empore. Seit sie am Sonntag Judika, 5.4.1981, in den Dienst der Gemeinde gestellt wurde (mit einem Festgottesdienst und einem Orgelkonzert von Prof. Gerd Zacher), erklingt sie oft und vielfältig zum Lobe Gottes und zur Freude der Gemeinde und der Musikfreunde. 1999 wurde sie gereinigt und neu intoniert, ein Tribut an die Umweltverschmutzung, die auch vor der alten Kirche der „Seestadt auf dem Berge“ nicht halt macht. Die Charakteristik der einzelnen Stimmen (vor allem auch der fünf Zungenstimmen), die Klangfülle des Plenums, die leichte Spielbarkeit, die Zuverlässigkeit der Mechanik und der Setzer, verbunden mit der ausgezeichneten Akustik der Stadtkirche tragen dazu bei, daß dieses Instrument zu den farbigsten und klangschönsten des an guten Orgel reichen Kirchenkreises Lennep zählt. Auf ihr lässt sich fast die ganze Orgel-Literatur darstellen, von alter Musik über Werke der Romantik (auch symphonische) und in besonderer Weise Kompositionen der Gegenwart.
Hauptwerk 1. Man.: Quintatön 16‘, Prinzipal 8‘, Rohrflöte 8‘, Oktave 4‘, Spitzflöte 4‘, Nasat 2 2/3, Oktave 2‘, Mixtur 4-6f, Trompete 8‘, 3 Koppeln, 6–facher Setzer (Knöpfe und Pistons), 2 Tremulanten
Schwellwerk 2. Man.: Holzgedackt 8‘, Spitzgambe 8‘, Prinzipal 4‘, Traversflöte 4‘, Waldflöte 2‘, Sesquialtera 2f, Scharf 4-5f, Dulzian 16‘, Oboe 8‘
Pedal (c-g‘): Subbaß 16‘, Oktavbaß 8‘, Gedacktbaß 8‘, Choralbaß 4‘, Hintersatz 4f, Fagott 16‘, Schalmei 4‘
Gedackt 8‘, Rohrflöte 4‘, Oktave 2‘, Quinte 1 1/3