Evangelische Stadtkirchengemeinde Remscheid

Abschied von Pfarrer Andreas Grefen

Liebe Gemeindeglieder der Stadtkirchengemeinde!

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“, sagt der Prediger Salomo in der Bibel Israels. Auch mein Dienst in der Stadtkirchengemeinde hatte seine Zeit – es waren achteinhalb reich gefüllte Jahre. Zum 1. März werde ich Remscheid verlassen und an den Niederrhein, auf die Pfarrstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Kaldenkirchen, wechseln.

Der Grund für meinen Entschluss zum Pfarrstellenwechsel ist schlicht und einfach der Wunsch nach einer neuen beruflichen Herausforderung zum Abschluss meines Berufslebens. Ich bin vor wenigen Wochen 53 Jahre alt geworden. Das ist nun der richtige Zeitpunkt zu gehen, wenn man sich noch einmal verändern möchte. Und ich freue mich auf die Herausforderung, künftig in einer eher kleinstädtischen Gemeinde am Niederrhein Gemeindearbeit mitgestalten zu dürfen.

Zu meinem Entschluss beigetragen hat sicher auch die Tatsache, dass sich der Charakter meiner Pfarrstelle - verglichen mit der Situation vor neun Jahren, als ich mich in der Stadtkirchengemeinde beworben hatte - massiv verändert hat. Aus dem „Bezirk Kremenholl“ ist der „Bezirk Süd“ über mehrere Ortsteile (Kremenholl, Honsberg, Blumental) hinweg geworden. Mein Gemeindebezirk ist damit nicht nur größer und heterogener geworden, auch die permanenten Einspar- und Strukturdebatten der letzten Jahre haben viele Kräfte gebunden und werden ja voraussichtlich noch weitergehen. Und die sich für 2013 abzeichnenden Entwicklungen im Süd-Bezirk sind sicher alternativlos, doch sie sind so, dass ich mir persönlich nur schlecht vorstellen kann, unter diesen Bedingungen dort auch noch die nächsten Jahre meinen Dienst gerne und mit dem nötigen Elan tun zu können.

Im vergangenen Herbst haben wir im Augustinushaus Kremenholl einen „Gottesdienst Tankstelle“ zum Thema „Abschied ... Von der Freiheit loszulassen“ gefeiert. In der Kurzpredigt, die wir als Vorbereitungsteam gemeinsam gehalten haben, hieß es: „Ist Abschied-Nehmen wirklich eine Freiheit? Ist Abschied-Nehmen nicht einfach nur unglaublich schwer und schmerz-haft? Wäre das Leben ohne Abschiede nicht leichter und glücklicher? Nein. Ein Leben ohne Abschied-Nehmen wäre nicht lebendig. Es wäre Stillstand, ein Beharren im Hier und Jetzt, ein Leben auch ohne Neuaufbrüche. Abschied-Nehmen ist wichtig und gehört fundamental zu unserem Mensch-Sein dazu – und das, was wir loslassen müssen, ist oder geht ja nicht verloren. Es hinterlässt unauslöschliche Spuren in unseren Herzen, auf die wir zurückblicken können und die so Teil unserer ganz persönlichen Lebensgeschichte bleiben.“

Ich habe in den letzten Wochen oft an diesen Gottesdienst denken müssen, denn so geht es mir auch im Rückblick auf die Jahre meines Dienstes in der Stadtkirchengemeinde. Als ich 2003 mit meiner Familie aus dem Auslandsdienst als Studienlei-ter der internationalen ökumenischen Siedlung Nes Ammim in Israel nach Deutschland zurückkam, hat es mir als Pfarrer gut getan, mit der Stadtkirchengemeinde in eine Gemeinde kommen zu dürfen, in der ein offener, liberaler Geist - und keine dogmatische Enge - herrscht. Nach den Jahren in Israel, in denen ich sehr intensiv im interreligiösen Gespräch - vor allem mit jüdischen Freunden – tätig war, war es für mich ein großes Geschenk, dass ich im Rahmen der Citykirchenarbeit an der Stadtkirche das Themenfeld „Christen und Juden“ verantworten und Veranstaltungen dazu anbieten konnte. Für das Interesse und die Offenheit vieler von Ihnen für diese Thematik sage ich „Danke“!

Danken möchte ich auch meinen Pfarrerskollegen in diesen Jahren – Danke für verlässliche Kollegialität und ein menschlich angenehmes Miteinander-Arbeiten. Und bei aller Unterschiedlichkeit in Temperament und theologischer Prägung haben wir uns eigentlich stets gut ergänzt.

Danken möchte ich aber auch dem Presbyterium und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – vor allem in meinem Bezirk – für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Danke allen, die mitgeholfen haben, viele schöne „Gottesdienste für Jung und Alt“ und „Gottesdienste Tankstelle“ vorzube-reiten und zu feiern. Und rege Gemeindekreise wie u.a. die „Fröhliche Frauenrunde“ oder das „Männereck“ und gut ange-nommene Veranstaltungen wie z.B. die vierteljährlichen Seniorengeburtstagsfeiern werden mir in lebendiger Erinnerung bleiben. Die Konfirmandenarbeit und insbesondere die Konfirmandenfreizeiten zwei Mal im Jahr konnte ich nur so durch-führen, weil ehrenamtliche MitarbeiterInnen sie mitgetragen haben. Danke!

Hinter jedem Abschied ist immer ein Neuanfang verborgen. Ich wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadt-kirchengemeinde und im Bezirk „Stadtkirche-Süd“ Gottes Segen und viel Weisheit und Kreativität für die Gestaltung der Gemeindearbeit in der Zukunft!

Schalom, Gott befohlen, Ihr und Euer

Andreas Grefen

Meine neue Adresse lautet:

Pfarrer Andreas Grefen
Ev. Kirchengemeinde Kaldenkirchen
Friedrichstraße 50
41334 Nettetal
Tel.: 02157- 12 56 84,
e-Mail: andreas.grefen@ekir.de

 

Pfarrer Andreas Grefen wird in einem Zentralgottesdienst am Sonntag, dem 26. Februar 2012 um 11.00 Uhr im Augustinushaus Kremenholl durch den Superintendenten des Kirchenkreises Lennep, Pfarrer Hartmut Demski, von seinen Pflichten in der Stadtkirchengemeinde und im Kirchenkreis Lennep „entbunden“. Alle die sich Pfarrer Grefen persönlich verbunden fühlen sind herzlich zum Gottesdienst und der daran anschließenden Ver-abschiedung mit Imbiss eingeladen.

Das Presbyterium

Künftiges Raum- und Gottesdienstangebot im Bezirk „Stadtkirche-Süd“

Ständig weiter zurückgehende Gemeindegliederzahlen (vor allem bedingt durch Wegzüge aus dem Bereich des Remscheider Stadtkegels und durch die wesentlich höhere Zahl an Beerdigungen im Vergleich zu den Taufen) und ein immer weiter zurückgehendes Finanzaufkommen zwingen uns als Gemeinde, unseren Gebäudebestand weiter zu verringern und kostengünstigere Wege zu suchen, wie Gemeindeleben vor Ort erhalten werden kann.

Darum hat der Konzeptionsausschuss am 27. September 2011 dem Presbyterium folgende Vorgehensweise empfohlen:

  1. Das Augustinushaus Kremenholl soll zum Sommer 2013 geschlossen werden. Die Funktion des Gemeindezentrums für den Bezirk „Stadtkirche-Süd“ sollen ab Ende 2013 die ca. 230 m² angemieteten Räumlichkeiten im künftigen „Stadtteilzentrum Honsberg“ übernehmen - zunächst befristet bis Ende 2020.
  2. Die Räumlichkeiten neben dem Pfarrhaus Kremenholl (Augustinusstraße 16) sollen ab Mitte 2012 zu einer bescheidenen Dependance für Gruppenarbeit mit kleinen Kreisen (bis max. 25 Personen) für die im Kremenholl bestehenden Gemeindegruppen umgestaltet werden. Die Pfarrhausgarage soll zur Nutzung der Gruppen in die Gemeinderäume einbezogen werden. Ferner sollen die Toilettenanlage saniert und die Teeküche vergrößert werden. Der Architekt, Herr Frielingsdorf, wird beauftragt, für die gewählte „kleine Lösung“ eine verlässliche Kostenschätzung vorzunehmen. Es ist mit einer Größenordnung von ca. € 35.000 zu rechnen. Ggf. können örtliche Handwerker zu Sachleistungsspenden aufgerufen werden.
  3. Die wöchentlichen Sonntagsgottesdienste im Augustinushaus werden bereits im Sommer 2012 eingestellt. Die Gottesdienstangebote sind auf Feiertage sowie die „Gottesdienste für Jung und Alt“ und Sondergottesdienste (Tischabendmahl, Gottesdienst „Tankstelle“) sowie eventuell monatliche Sonntagsgottesdienste zu begrenzen. Der Ausschuss für Theologie, Gottesdienst und Kirchenmusik wird gebeten, diese Gottesdienstangebote aufzulisten und zu überlegen, wie diese Gottesdienste mit der Eröffnung der Gemeinderäume im Stadtteilzentrum Honsberg sinnvoll fortgeführt werden können.

Durch das entstehende „Stadtteilzentrum Honsberg“ wird gewährleistet sein, dass der Gemeinde im Bereich des Bezirks „Stadtkirche-Süd“ angemessene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen - allerdings kein reiner Gottesdienstraum mehr, sondern nur noch Mehrzweckräume.

Im Kremenholl soll möglichst viel der jetzigen Gruppenarbeit im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich durch die Nutzung der Räumlichkeiten neben dem Pfarrhaus erhalten bleiben.

Für alle Menschen, die seit seiner Indienstnahme am 14. Juli 1974 dem Augustinushaus verbunden waren und dort Gottesdienste, Taufen, Gruppenarbeit, Konfirmandenunterricht und vieles mehr erlebt haben, ist das - nach fast 40 Jahren - eine traurige Entwicklung. Zudem zeichnet sich auch noch keine sinnvolle künftige Vermarktungsmöglichkeit für das Augustinushaus ab. Wir möchten die Zeit bis Ende 2013 intensiv nutzen, um eine solche zu finden.

Wir können dankbar sein, dass wir ab Ende 2013 zwar keinen „Kirchraum“ mehr im Bezirk haben werden, wohl aber weiter ca. 90 m² eigene Räumlichkeiten für kleinere Gruppen neben dem Pfarrhaus Kremenholl sowie auf Mietbasis ca. 230 m² schöne neue Mehrzweckräume im künftigen Stadtteilzentrum Honsberg, in dem sowohl gemeindliche Gruppenarbeit als auch ein begrenztes Gottesdienstangebot möglich sein wird.

Die Entscheidung zur Schließung des Gebäudes aus Gründen der demographischen Entwicklung der Gemeinde und der zurückgehenden finanziellen Ressourcen scheint alternativlos. Allerdings prüft das Presbyterium zurzeit noch einige Vorschläge, die zum Erhalt des Zentrums auf der Gemeindeversammlung vom 6. November 2011 vorgebracht wurden.

Sterne leuchten uns den Weg – Sternpaten gefunden!

Nach unserem Aufruf im Gemeindebrief 3.2011 haben sich nicht nur 18 Sternpatinnen und Sternpaten gefunden, sondern sogar 24. Dank ihrer Unterstützung wird in diesem Jahr der Vaßbenderplatz erstmalig im weihnachtlichen Licht der Herrnhuter Sterne erstrahlen. Insgesamt haben über 50 MitbürgerInnen mit großen und kleinen Spenden dazu beigetragen, dass dieses schöne Projekt kurzfristig realisiert werden konnte. Jeder Euro hat geholfen, so dass wir inzwischen über 3.900 € für unsere Herrnhuter Sterne sammeln konnten.

Die noch fehlenden Projektmittel hoffen wir, beim 30. Ideellen Weihnachtsmarkt am 11. Dezember mit vereinten Kräften zusammenzubringen. Wir möchten allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, für ihr großes und großzügiges Engagement danken! Ohne Ihre Hilfe wären solche schöne Besonderheiten in unserer Gemeinde nicht mehr möglich.

Ganz besonders danken möchten wir natürlich unseren Sternpaten, die am 3. Advent 2011 um 12.00 Uhr im Vaßbendersaal auch noch eine entsprechende Urkunde ausgehändigt bekommen. Namentlich sind dies: Ulrike & Jörg Bauer, Barbara & Heinz-Jürgen Brähler, Florian Böker, Florian Decker, Firma Karl Diederichs KG, Helga Eckert, Kurt & Ingrid Fröhlich, Renate Geldsetzer, Karl Ernst Höhfeld, Friedhelm Hünninger, Helga Jung, Kleiderstube Honsberg, Lottelore Klein, Horst & Christine Koch, Thordis Meier, Eugen Moog Stiftung, Gisela Otter, Rotraut Richter, Ina Röntgen, Dr. Walter Spelsberg, Ullrich Sülberg, Herrmann Ulatowski.

Feier der Alleinstehenden braucht viele helfende Hände, Salate und Obst

Natürlich laden wir auch in diesem Jahr wieder zur ökumenischen Weihnachtsfeier am Heiligen Abend ein. Sie findet statt, am Samstag, dem 24. Dezember 2011 zwischen 19.15 und 21.30 Uhr im Vaßbendersaal an der Evangelischen Stadtkirche am Markt in Remscheid.

Wir freuen uns über alle, die kommen. Wir haben Zeit für Gespräche, zum Singen und zum Feiern. Der Tisch wird natürlich wieder reich gedeckt sein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Um auch Weihnachten 2011 den Tisch wieder festlich decken zu können, eben so wie es in den vergangenen Jahren gelungen ist, würden wir uns freuen, wenn uns erneut viele gute Menschen einen Salat oder Obst spenden könnten. Eine Abgabe der Spenden ist an Heiligabend zwischen 11.00 und 17.30 Uhr am Vaßbendersaal möglich. Für alles Weitere, wie z.B. eine warme Suppe und ein kleines Geschenk werden wir sorgen.

Natürlich freuen wir uns aber auch über jede und jeden, die/ der uns am Heiligen Abend bei der Vorbereitung und Begleitung von ca. 80 – 100 Gästen helfen möchte. Nähere Informationen erteilt Ihnen gerne Frau Elli Wilhelm, Tel. 29 28 89.

3. Jugendaustausch mit Israel 2012

Wie in den Jahren 2009 und 2010 organisieren wir wieder einen Jugendaustausch mit der Stadt Holon (Nähe Tel Aviv). Der Israelische Partner ist wie 2010 der Verein „I and Eye“. Dazu brauchen wir Euch, interessierte und engagierte Jugendliche im Alter von 15 bis …, die bereit sind, in der ersten Ferienwoche der Sommerferien eine/n Israeli in ihrem Alter in der Familie aufzunehmen und ihm/ ihr die deutsche Lebensweise und Kultur zu zeigen.

Wir bereiten ein umfangreiches Programm vor, zu dem auch der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen Belsen, eine Übernachtung in einer Jugendherberge, Kanu-Tour und Klettergarten gehören.

In den Herbstferien geht es dann nach Israel. Dort werdet Ihr einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten erleben und erwandern und dadurch Land und Leute kennen lernen. Die Reise nach Israel wird ca. 500,- € kosten. Die Begegnung in Deutschland ist für euch kostenfrei.

Ein Informationstreffen zu dem Ihr mit Euren Eltern eingeladen werdet, wird dann etwa im März stattfinden.

Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei: Beate Morvai, Tel. 02191/2 68 65 oder via E-Mail unter beate_morvai@yahoo.de

Konfifreizeit im Strohhotel

Mit den Konfirmanden 2012 ging es in diesem Jahr an den Niederrhein. Mit dem Gemeindebus, meinem Mann und fünf Konfirmandinnen fuhren wir am 15. Juli nach Uedem auf einen Bauernhof ins Strohhotel. Hier gab es neben vielen Tieren eine tolles Gelände zum Toben, Spielen und Fahrradfahren. Am 16. Juli unternahmen wir ein Rad- und Kanu-Tour auf der Niers und am Sonntag, dem 16. Juli besuchten wir den Freizeitpark „Irrland“, bevor wir dann die Heimreise antraten. Eine tolle Fahrt, die uns allen, auch trotz wenig Schlaf, so doch große Freude gemacht hat.

Konfifreizeit in Bierenbach

Vom 16. bis 18. September fuhr die neue Konfirmandengruppe des Bezirks Stadtkirche-Süd mit den Begleitern Martina Schilling, Dennis Wildemann und Pfarrer Andreas Grefen auf ihr erstes Freizeitwochenende nach Nümbrecht-Bierenbachtal. Gemeinsames Spielen, Gottesdienst-Feiern und Nachdenken über das Thema Gemeinschaft standen im Mittelpunkt des gelungenen und sehr harmonischen Wochenendes.

Mitarbeitertag im Südbezirk

Am 10. September fand der diesjährige Mitarbeiterdank des Südbezirks statt. Gut 30 MitarbeiterInnen aus dem Honsberg und dem Kremenholl trafen sich zunächst zu einer Andacht im Kirchraum des Augustinushauses, bevor es auf die Jugendetage zu einem fröhlichen Foto-Ratespiel mit Diakonin Marion Kruse ging. Im kleinen Saal kam man danach zu einem gemütlichen Beisammensein bei einem leckeren Abendessens-Buffet zusammen.

Man darf wohl ohne Übertreibung sagen, dass es ein gelungener Mitarbeiterdank war, durch den die Mitarbeiterschaft des ja noch jungen Bezirks „Stadtkirche Süd“ wieder ein Stück mehr zusammengewachsen ist.

Ökumenischer Gemeindetag

Unser ökumenisches Zusammentreffen stand 2011 ganz im Zeichen der „Taufe“. Während einer festlichen und fröhlichen ökumenischen Vesper in der Stadtkirche, in der wir uns durch Wort und eine Zeichenhandlung an unsere eigene Taufe erinnert ließen, wurde das ökumenische Band der Taufe sichtbar, mit dem katholische und evangelische ChristInnen auch heute schon aufs Engste verbunden sind. Danach feierten wir gemeinsam im Vaßbendersaal. Bei reichhaltigem Essen, einem Glas Bier am Abend oder einer Bratwurst zwischendurch kam es zu vielen guten Gesprächen, die über den eigenen Kirchturm blicken ließen. Und dann kam auch noch der „Bergische Jung“ (Willibert Pauels), der am 24. September unser schönes Begegnungsfest mit viel Humor und einigen spitzen Bemerkungen zum „Kanalmeister“ abrundete.

Konfi-Cup 2011

Am 18. Oktober fand auf dem Sportplatz Honsberg der „Konfi-Cup 2011“, das jährliche „Kräftemessen“ der Konfirmandengruppen unserer Stadtkirchengemeinde im Fußball, statt. Bei kaltem und regnerischem Wetter hatten die Konfirmanden (und auch einige Konfirmandinnen!) der beiden Gemeindebezirke „Nord“ und „Süd“ dennoch viel Spaß bei einem spannenden Match.

Die mit einigen Konfirmanden des anderen Bezirks verstärkte Mannschaft aus dem Nordbezirk (Steinberg, Innenstadt) unterlag erst nach harter Gegenwehr den Jugendlichen aus dem Südbezirk (Honsberg, Kremenholl) mit 3:4 (1:1). Damit geht der Wanderpokal erstmalig für ein Jahr in das Gemeindehaus des Südbezirks in den Kremenholl.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Kuwan, Mutter eines Konfirmanden und zugleich Vorsitzende der 1. Spvg Remscheid, die für unsere Konfis die Nutzung der Platzanlage regelte und die Zuschauer - Eltern und Jugendliche - bei Temperaturen von 7° mit heißem Tee versorgte!

Baustelle Kindergarten

Nach langem Ringen und unendlich vielen Anträgen ist es nun soweit: Unser Kindergarten Himmelszelt wird umgebaut. Anfang September kam der Bewilligungsbescheid, dass wir in diesem Jahr noch starten können. Dieser Umbau ist notwendig, damit wir dauerhaft eine Betriebserlaubnis für 15 Kinder unter drei Jahren bekommen.

Zurzeit besuchen 12 Kinder unter drei Jahren unseren Kindergarten. Wir haben aber nur zwei Nebenräume und erst ein Waschraum ist mit einem Wickelbereich ausgestattet.

Geplant ist, das ehemalige Gemeindehaus mit dem Kindergarten durch ein Treppenhaus zu verbinden. So haben wir dann in jeder Ebene eine Gruppe mit jeweils zwei Nebenräumen und eigenem Waschraum mit Wickelbereich.

Sicher ist es bis dahin noch ein Weg mit viel Staub, Lärm und kurzzeitigen Improvisationen. Wir bitten daher im Vorfeld alle davon Betroffenen um Verständnis. Insbesondere hiervon betroffen sind die Kinder, die MitarbeiterInnen und die Eltern, aber auch die Nachbarn in der Buschstraße. Auf das Ergebnis freuen wir uns dann umso mehr, da wir dann richtig viel Platz haben werden.

Wenn Sie dazu noch Fragen haben, sprechen Sie uns im Kindergarten an.

Brahms-Requiem

Im Januar 2012 beginnen die Proben für das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms, das am 3. + 10. November in Pirna und Remscheid aufgeführt werden soll. In Kooperation mit der Kantorei St. Marien Pirna und der Kantorei der Lutherkirche wird so ein mächtiger Chor das anspruchsvolle und wunderbare Werke singen. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Wir proben donnerstags von 20.00 - 21.45 Uhr. Einige gemeinsame Wochenendeproben werden geplant, eines davon „auf halber Strecke“ mit den Pirnaer SängerInnen. Außerdem stehen zwei Werke unserer Zeit auf dem Programm: Die „Missa cum populo von Petr Eben und ein Vaterunser von Stefan Heucke, das Bundestagspräsident Norbert Lammert neu übersetzte.

Mitarbeitertag in Maastricht

Auch im Sommer 2011 haben wir mit den MitarbeiterInnen des 1. Bezirks „Stadtkirche-Nord“ wieder einen Tagesausflug unternommen. Er war gedacht als kleines Dankeschön unserer Stadtkirchengemeinde für das große persönliche Engagement vieler MitarbeiterInnen in den zurückliegenden zwölf Monaten.

Am 13. August 2011 brachte uns ein Reisebus nach 1 ½ Stunden Fahrt nach Maastricht, einer der ältesten Städte der Niederlande. Hier haben wir direkt an der Maas zunächst miteinander „gebruncht“, um uns für den Tag zu stärken. Wieder hatten viele zum „Brunch“ etwas beigetrage, so dass der Tisch reich gedeckt war.

Um 12.00 Uhr hatten wir bei der „Rederij Stiphout“ eine 50-minütige Rundfahrt auf der Maas gebucht. Zwischen 13.00 – 17.00 Uhr haben wir dann Maastricht, mit seinen vielen hübschen Geschäften, Cafés, einer Stadtmauer und der berühmten St. Servatius Basilika (6. - 15 Jh.) auf eigenen Faust erkunden können.

Nach einem abwechslungsreichen Tag kamen wir gegen 19.00 Uhr wieder wohlbehalten und gut gelaunt nach Remscheid zurück.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses schönen Ausflugs beigetragen haben.

Jubelkonfirmation 2011

In diesem Jahr sind über 30 ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1961, 1951, 1946, 1941 der Einladung der Gemeinde gefolgt, um am 4. September 2011 ihre Gold- bzw. Jubelkonfirmation in unserer Evangelischen Stadtkirche zu feiern.

Sterne leuchten uns den Weg – Sternpaten gesucht

Seit drei Jahren leuchtet in unserer Stadtkirche zu Weihnachten ein „Herrnhuter Stern“, der den Hirten und den Königen beim jährlichen Krippenspiel den Weg nach Bethlehem weist. Er will uns zu Jesus Christus führen, der als kleines Kind zu uns Menschen gekommen ist und das Licht der Welt (Joh 12,46) sein will.

Natürlich wollen wir diese wunderbare Botschaft und das schöne Licht der Herrnhuter Sterne nicht nur in der Stadtkirche verbreiten. Wir wollen es auch in unsere Stadt tragen, so wie wir dies beispielsweise seit 30 Jahren mit unserem ideellen Weihnachtsmarkt tun.

Nachdem wir 2010 unseren Ideellen Weihnachtsmarkt zum ersten Mal in seiner 30jährigen Geschichte wetterbedingt absagen mussten, entstand 2011 die Idee, in diesem Jahr den Vaßbenderplatz vor der Stadtkirche in der Adventszeit mit Herrnhuter Sternen (www.herrnhuter-sterne.de) auszuleuchten. So wollen wir den Besucher-Innen und HelferInnen des „nachgeholten“ 30. Ideellen Weihnachtsmarkts in diesem Jahr eine besondere Freude bereiten.

In seiner Sitzung vom 14. Juni 2011 hat das Presbyterium der Stadtkirchengemeinde daher beschlossen, zunächst 18 Herrnhuter Sterne anzuschaffen, um sie in drei Bäumen auf dem Vaßbenderplatz fest zu installieren. Sie sollen zukünftig in der ganzen Adventszeit den Vaßbenderplatz in adventliches Licht hüllen.

Für die Gesamtinstallation benötigen wir ca. 3.000 - 3.500 €. Die Gemeinde selbst kann bei angespannter Finanzlage maximal 500 € für dieses wunderschöne Projekt ausgeben. 1.200 € sollen durch Aktionen auf dem Weihnachtsmarkt erwirtschaftet werden und 1.800 € von Sternpaten gesponsert werden.

Unterstützen Sie uns bei der Realisierung dieses schönen Projektes! Verschönern Sie mit uns den winterlichen Vaßbenderplatz vor unserer Stadtkirche. Werden Sie mit 100 € SternpatIn oder überweisen Sie einen beliebigen Betrag auf unser Konto 232 bei der Stadtsparkasse Remscheid (BLZ 340 500 00) unter dem Stichwort: „Herrnhuter Stern“.

Alle SternpatInnen, die 100 € oder mehr gespendet haben, erhalten für Ihr Engagement von uns natürlich eine Urkunde und werden auf Wunsch im nächsten Gemeindebrief namentlich erwähnt.

Für weitere Rückfragen wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Citypfarrer Martin Rogalla (Tel. 59 15 11).

Wir sind davon überzeugt, dass wir genügend MitbürgerInnen finden werden, die sich von dieser schönen Idee anstecken lassen und würden uns freuen wenn auch Sie dazu gehören würden. HELFEN SIE MIT, werden Sie SternpatIn!

Übrigens: Eine Sternpatenschaft kann man natürlich auch verschenken, etwa zu runden Geburtstagen, besonderen Jubiläen oder auch zu Weihnachten.

Abschied von unseren „Maxis“

Wieder heißt es Abschied nehmen. Unsere „Maxis“ kommen in die Schule. Diesmal sind auch die mit dabei, die bereits mit zwei Jahren zu uns kamen. Eine lange Zeit voll mit schönen Erinnerungen und gemeinsamen Erlebnissen. Wir wünschen allen Vorschulkindern und ihren Eltern alles Gute und Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg.

Diese 16 Kinder (s. Bild) kommen im September nun in die Schule: Tom Orda, Ecesu Kursuncu, Justin Lipiec, Enya Schröter, Darian Estradas, Kilian Bieliza, Mateo Juric, Lena Beitzel, Eric Kaufmann, Yesdan Vural, Jonathan Maccarona, Julian Brückner, Tuaa Tolunay, Sezin Yilmaz, Noah Dominguez-Martinez, Serap Türkütanit.

Zurück in die Steinzeit

Auch in diesem Jahr ging es wieder nach Stolzenberg. Am Augustinushaus trafen sich alle Kinder und wir fuhren in Richtung Stolzenberg. In Stolzenberg angekommen ging es auch direkt los. Wir packten unsere Taschen aus, bezogen die Betten und machten Abendessen. Genussvoll aßen wir Pommes mit Bockwürstchen. Nach dem Essen spielten die Kinder auf der Wiese und im Wald. Ein Turnier rundete den Tag ab und erschöpft gingen alle ins Bett. Die Nacht war zwar kurz, aber leise.

Am Samstag teilten wir die Kinder in Gruppen ein. Jede Gruppe bekam die Aufgabe, im Wald eine Hütte aus Ästen zu bauen. Es entstanden drei unterschiedliche Hütten. Nach dem Hüttenbau gingen wir ins Haus und unsere Kinder verkleideten sich als Steinzeitmenschen. Es wurden Ketten, Speere und Kostüme gebastelt. Unser Mittagsessen bestand aus Stockbrot und Folienkartoffeln. Gestärkt und gut gelaunt, ging es nach dem Essen zurück in den Wald. Die Kinder machten sich auf die Suche nach Tierspuren, transportierten Wasser und erlegten so manches Mammut. Wir hatten sehr viel Spaß.

Nach dem Abendessen warteten wir geduldig darauf, dass die Sonne unterging. Als es endlich dunkel war, bezogen die „Steinzeitmenschen“ ihre Höhlen.

Die Erwachsenen hatten nun die Aufgabe, die einzelnen Hütten anzugreifen und deren Stammesfahne zu klauen. Es war sehr lustig und die Kinder verteidigten ihre Fahnen mit aller Kraft. Nach dem lustigen Angriff gingen alle zu Bett. Am Sonntag wurden die Taschen wieder gepackt und wir fuhren zurück nach Remscheid. Es war ein sehr schönes Wochenende und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Auf nach Stolzenberg!“

Gäste auf der Ponderosa-Ranch

Es war eine sehr gute Idee von unserer lieben Marion, eine Vorstellung im Papiertheater Haase zu besuchen. Einige interessierte Damen machten sich an einem Freitagabend auf den Weg bis unters Dach im Hause der Familie Haase. Papiertheater - keine von uns hatte so richtig eine Vorstellung, was uns da geboten wurde. Es war ein Erlebnis in einer anderen Welt, in einer anderen Zeit! Was für eine Atmosphäre so ein kleiner Dachboden ausstrahlen konnte! Wir waren in den Sechsziger Jahren gelandet: ein alter Fernsehapparat, bzw. das Gehäuse davon, kleine Cocktailsessel, eine kleine Bar im Stil der 60er bis hin zum Salzbrezelhalter und dem Serviettenschirmchen! Und dann erst die Vorstellung im Papiertheater - Bonanza, wer kannte das nicht. Es passte aber auch alles! Die Titelmusik, etwas scheppernd, wie von einem alten Kassettenrekorder - und dann erst die Texte!

Leicht verändert, umgeschrieben auf Ort und Zeit, z.B. hielt die Linie 658 vor der Ponderosa Ranch - da muss man erst mal drauf kommen! Und die Kulissen, mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht. Die Darsteller, kleine Figuren aus Papier, waren so echt dargestellt - da waren Ben Cartwright, Little Jo, der dicke Hoss, Adam, der Koch Hop Sing, der sogar den Sprachfehler mit dem l anstatt r hatte - es war einfach spitze, sowohl die Handlung als auch die witzigen Texte. Es war ein Ausflug in die Jugend.

Dafür und für die freundliche Führung und Bewirtung, möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei den Eheleuten Haase bedanken!

Heute schon gebruncht?

Seit 2006 Jahren bietet die „Citykirche für Remscheid“ in Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Lennep durch das Brunchen allen Remscheider BürgerInnen im Vaßbendersaal eine gute Möglichkeit sich in angenehmer Umgebung zu treffen, Kontakte zu pflegen, zu erneuern, zu festigen und neue anzuknüpfen.

Darüber hinaus verstehen wir uns auch als Kontaktstelle, die oftmals Menschen in Beratung des Diakonischen Werkes, aber auch in die Angebote der Kirchengemeinden vermittelt. Unsere aktuellen Termine finden Sie immer im Terminkalender des Gemeindebriefes. In der Regel ist es der 2. und 4. Mittwoch im Monat, zwischen 10.00 - 14.00 Uhr.

Neben den kulinarischen Genüssen und einer kurzen Andacht zu Beginn des Bruchen, bieten wir in regelmäßigen Abständen kulturelle Unterhaltungsangebote. Vom Geschichten erzählen über musikalische Unterhaltung ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für Kurzweil ist also gesorgt und der Vormittag vergeht im Flug.

Zu unserem Speiseangebot gehören: Ein Frühstück mit Kaffee für 2 €, eine warme Mahlzeit für 1,50 €, Nachspeisen für 1 €, Bergischer Pfannkuchen für 1 €. Ein ausgewogenes Angebot ist uns sehr wichtig. Deshalb verarbeiten wir viele fair gehandelte und frische Produkte.

Wir sind im Moment sechs ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen und würden uns freuen, wenn unser Team noch größer werden würde.

Sportangebot im Kindergarten Himmelszelt

Seit einiger Zeit haben wir die Möglichkeit, zweimal in der Woche die Turnhalle der Grundschule Steinberg zu benutzen. In der Turnhalle können wir den Kindern unabhängig von den Witterungsbedingungen sportliche Aktivitäten anbieten. Wir haben es dienstags und donnerstags in den Kindergartenalltag einbauen können, dass sowohl die Tageskinder als auch unser Maxiclub die Turnhalle zur freien Verfügung haben. Hier ermöglichen wir den Jungen und Mädchen vielfältige Bewegungserfahrungen, das Kennenlernen verschiedenster Sportgeräte sowie Spiele und deren Regeln. Diese Angebote sind bei unseren Kindern sehr beliebt. Uns Erzieherinnen macht es dabei sehr viel Spaß, mit den Kindern in Bewegung zu bleiben und die Kinder bei ihren neuen Erfahrungen zu begleiten.

125 Jahre Chormusik in der Evangelischen Stadtkirche

„Wer sich die Musik erkiest
Hat ein himmlisch Gut gewonnen,
Denn ihr erster Ursprung ist
Von dem Himmel hergekommen.
Weil die lieben Engelein
Selber Musikanten sein.“
Martin Luther

125 Jahre Chormusik in der evangelischen Stadtkirche in Remscheid. Der Geist der Geschichte weht uns an, wenn wir der Geschichte des Chores nachsinnen.

Welche Vor-Vorfahren haben wohl dem ersten Kreis der Chorsänger angehört?

Was wurde damals gesungen? Waren ihnen vielleicht Lieder von Brahms so ungewohnt wie uns heute die „Maria Magdalena“ von Frederichs?

Hatten sie auch so eine wunderbare Chorgemeinschaft und haben sie so gerne Feste gefeiert wie wir?

Und der Chorleiter? War er ein strenger Schulmeister? Eine so engagierte, begeisternde Chorleiterin, die auch eine köstliche Bowle zubereiten kann, hatten sie gewiss nicht.

Und noch eins ist sicher: Von den Katholiken hielt man sich fern. Man heiratete sie nicht, kaufte kein Fleisch bei ihnen und kein Porzellan. Zwei streng geteilte Feldlager eines einzigen Gottes. Er hat uns sicher mit seinen Vateraugen amüsiert und vielleicht auch ein bisschen tadelnd angesehen.

Heute singen katholische SängerInnen bei uns im Chor mit und wir bei ihnen, und alle fühlen sich pudelwohl dabei.

Brüder und Schwestern - ist das kein schöner Fortschritt?

Sehr früh finden wir schon Berichte über Konzerte und auch über Konzerte, die durch Schneefall im Mai ausgefallen sind.

Gesang - überhaupt die Musik - ist eine Kunst, die im Augenblick ihrer Entstehung wieder vergeht, aber sie lebt im Hörer weiter. Dadurch ist sie ungeheuer belebend und persönlich.

Der Stil des Chorleiters und die Prägung durch den Chor sind zu erkennen. Die Musik wird immer wieder neu geschaffen und findet direkt den Weg zum Herzen und Gemüt des Menschen, der zuhört. Ohne diese Resonanz ist sie zwar nicht sinnlos, aber eher für die Musizierenden wertvoll und bereichernd.

Noch gar nicht so lange kann die Technik die Musik einfangen und konservieren, so dass wir sie uns immer wieder vorspielen können. Aber der lebendige Strom von Mensch zu Mensch ist dadurch unterbrochen. Wohl jeder empfindet „Life-Musik“ berührender und bewegender als sogenannte „Konserven“. Deswegen sind uns auch die Zuhörer besonders wichtig. Gerade als Kirchenchor möchten wir ja eine geistliche Botschaft vermitteln und direkt die Menschen erreichen, ihnen Trost, Hoffnung, Stärkung und Freude zusagen.

Nicht umsonst wird J.S. Bach in seiner umfassenden musikalischen Persönlichkeit oft der 5. Evangelist genannt.

Auch die Komponisten unserer Zeit haben ein Forum in unserer Kirche, und sie können mit ihrer neuen Tonsprache oft überraschend genau unsere innersten Gefühle bewegen.

So geht der Weg weiter in eine Zukunft, die uns freilich manchmal etwas ungewiss erscheint. Doch „mit Sorgen und mit Grämen“ ist noch kein Schritt nach vorne gemacht worden.

Deswegen: „Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl“. Er wird auch sein „Himmelsgut“, die Musik, in seinen Schutz nehmen und bewahren.

Hannelore Lucas

Die Orgel der Stadtkirche wird 30 Jahre alt

Anfang April 1981 wurde sie festlich eingeweiht, unsere schöne Orgel, die von der Firma Beckerath aus Hamburg gebaut wurde. Damit war die grundlegende Renovierung der Stadtkirche (1979 - 81) abgeschlossen. Mit einem Festgottesdienst und einem unvergesslichen Konzert von Professor Gerd Zacher wurde sie in den Dienst der Gemeinde gestellt - und ist seither bei unzähligen Gottesdiensten und Konzerten zum Lob Gottes und zur Freude der Gemeinde und Konzertbesucher erklungen.

Sie gehört nach wie vor zu den schönsten Instrumenten der Region. Obwohl sie nicht sehr groß ist, hat sie eine enorme klangliche Fülle, von ganz leisen Tönen, bis zu gewaltigem Brausen. Sie wurde zweimal gründlich gereinigt, mit einer modernen 4000-fachen Setzeranlage ausgestattet und wird jährlich einmal einer „Generalstimmung“ unterzogen. Außer bei allen Gottesdiensten erklingt sie z.B. an (fast) jedem Samstag von 11.30 - 12.00 Uhr in der „Orgelmusik zur Einkaufszeit“, wo man jederzeit kommen und gehen kann.

Zum Jubiläum wurde am 2. April 2011 ein „Orgeltag“ veranstaltet. Und drei Gastorganisten werden im Laufe dieses Jahres bei uns Konzerte spielen.

Unsere Beckerath- Orgel können Sie auch auf mehren CD-Einspielungen hören, die letzte, „Das Bergische Jahr“ mit Glockenspiel und Werken von J.S. Bach können Sie für 9,90 € im Gesamtverband der Alt-Remscheider Gemeinden und in der Evangelischen Stadtkirche erwerben.

Wanderwochenende des Kreises „Männereck“

Am 10. September 2010 starteten sechs Männer in den besten Jahren zum traditionellen jährlichen Wochenende des „Männerecks“ in Schanze / Sauerland. Am Freitagabend wurde gegrillt und - wie das ganze Wochenende - über die Chancen des jeweiligen Lieblings-Fußballclubs bei den anstehenden Spielen gefachsimpelt.

Am Samstag wanderten wir zum Kahlen Asten und genossen – wie auch in den letzten Jahren – das spätsommerliche Wetter. Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher nach Schmallenberg. Dort sieht es so aus, als habe der Ort den Hauptpreis beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gewonnen – welch ein Kontrast zu Remscheid!

Am frühen Abend feierten wir einen Gottesdienst mit Abendmahl. Im Mittelpunkt stand dabei die Geschichte vom Propheten Elia (1. Könige 19), der des Lebens müde war und auf wunderbare Weise neue Lebenskräfte bekam. Die Geschichte machte deutlich, wie wichtig auch heute für uns die gottgewollte Balance von Arbeit und Ruhe ist. Zur Veranschaulichung wählte dazu Pfarrer Grefen in seiner Predigt ein Bild des Künstlers Sieger Köder. Der Abend klang aus mit einem leckeren Essen in der „Gaststätte Hanses-Bräutigam“. Am Sonntagmorgen brachen wir gegen 10.00 Uhr auf in Richtung Heimat. Unterwegs machten wir noch einen Stopp am Aussichtsturm auf der 620 m hoch gelegenen „Hohen Bracht“, um die schöne Fernsicht über die Berge des Sauerlandes zu genießen. Uns hat es wieder einmal sehr gut gefallen, auch wenn nicht in jedem Fall der Lieblingsverein gewonnen hat.

Ökumenisches Erntedankfest

Am 2. Oktober 2010 feierten evangelische und katholische Christen aus Alt-Remscheid erstmals ein ökumenisches Erntedankfest. Es begann mit einer feierlichen Vesper in der Stadtkirche, für die vom Solinger Ehepaar Margret und Lothar Wand extra ein Lied mit dem Titel „Gemeinsam auf dem Weg“ geschrieben wurde. Christoph Spengler (Kantor der Johanneskirchengemeinde) komponierte die Musik dazu. Danach sorgte die EMA-Jazz AG auf dem Vaßbenderplatz für gute Stimmung. Ein bewährtes ökumenisches Team, unterstützt vom Citybrunchteam, hatte den Vaßbenderplatz liebevoll geschmückt und kümmerte sich um das leibliche Wohl. Am Abend luden dann die „Luther-Ratten“ aus Düsseldorf mit ihren „Allerbesten Verfehlungen“ zum Kirchenkabarett in den Vaßbendersaal ein. Sie nahmen zwischenmenschliche Verfehlungen, die brutale Verfolgung der Raucher ebenso in den Blick, wie Schüler, die keinen Erfolg in der Klasse haben, weil sie weder Legastheniker noch hyperaktiv sind, aber einen hohen IQ haben.

Aus der Arbeit des Besuchsdienstes in unserer Gemeinde

Am Anfang meiner nun ca. zwölfjährigen Tätigkeit im Besuchsdienst war mein Blick ganz auf das Ehrenamt gerichtet - auf die Senioren, die es in unserer Gemeinde zu ihrem Geburtstag zu besuchen galt. Aber ich war mir auch nicht sicher, ob ich dieses Angebot annehmen kann. Denn diese Aufgabe erschien mir sehr anspruchsvoll. Nach einiger Überlegung habe ich mich entschieden, in dem Team mitzuarbeiten. Natürlich schüttele ich nichts aus dem Ärmel, jeder Besuch erfordert eine gute Vorbereitung. Mit Herzklopfen geht es dann an die wichtige Aufgabe. Es ist so wie bei jedem Besuch, den ich mache - die Fragen stehen da: Was erwartet mich? Wie werden die zu Besuchenden reagieren? Bin ich in der Lage, mein Wissen, meine Überzeugung, aber auch meine Begeisterung zu vermitteln?

Nicht nur weit, sondern auch schön wurde dieses Betätigungsfeld. Denn man hat es mit Menschen zu tun, die von der Kirche etwas bekommen, auch wenn sie manchmal etwas ratlos und müde geworden sind. Einer der wesentlichen Gründe für die Müdigkeit ist nicht selten, dass sie sich allein gelassen fühlen. Lebensgeschichtliche Probleme, aber auch die Problematik der helfenden Dienste (viel geben, wenig bekommen) sind bei unseren Besuchen sehr oft ein breites Feld. Ich habe die Menschen, die ich besuchte, als sehr offen und gastfreundlich erlebt. Negative Reaktionen gab es keine, von kleinem freundlichen Desinteresse abgesehen. Sie freuten sich, von einem Vertreter der Stadtkirchengemeinde besucht zu werden, Hier bestand die Möglichkeit, ein zwangloses Gespräch über das Gestern-Heute-Morgen zu führen, von sich erzählen zu können. Gezielt „was ich schon immer mal wissen wollte“ zu erfragen oder persönliche Anliegen zu besprechen, die sonst nicht Thema wären. Überraschend, wie verbunden sich die Menschen mit ihrer Gemeinde fühlen, auch wenn sie selbst sagen, „lange“ nicht im Gottesdienst gewesen zu sein.

Nach dem Besuch frage ich mich, ob ich den Anforderungen gerecht geworden bin. Erfreut, bewegt, aber auch bedrückt, je nach Verlauf. Oft frage ich Gott und bitte ihn, aus meinem Beitrag etwas Gutes zu machen. Die Freude an der Arbeit ist mir nicht vergangen. Alles, was wir im Besuchsdienst tun, das schafft das „irdische Personal“ nicht zu unserer Ehre, sondern zur Ehre unseres Gottes.

Helmuth Tomscheit

Neu im Himmelszelt

Mein Name ist Christine Golatta und ich verstärke seit dem 1. September als Gruppenleiterin das Team des Kindergartens „Himmelszelt“. Ich bin gelernte Erzieherin und war nach meiner Ausbildung 13 Jahre als Gruppen- und Kindergartenleiterin im Evangelischen Kindergarten Carnaper Straße in Wuppertal beschäftigt. Nach einer Erziehungspause arbeitete ich, bis August dieses Jahres, in der Europa-Schule Rudolfstraße (Wuppertal) als Integrationsmitarbeiterin und trainierte zusätzlich die Fußball AG der Schule.

Ich bin seit 35 Jahren verheiratet und lebe mit meinem Ehemann in Radevormwald. Wir haben eine erwachsene Tochter. Ich engagiere mich in zwei Sportvereinen, als Übungsleiterin in verschiedenen Sport- und Wassersportarten. Außerdem besuche ich gerne Trödelmärkte, arbeite in meinem Garten und nähe für eine Theater AG.

Auf die neue Herausforderung freue ich mich und besonders auf die Aufgabe, wieder mit den „Kleinen“ arbeiten zu können.

Christine Golatta

Jubelkonfirmation in der Stadtkirche

In diesem Jahr sind 21 Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1960, 1950, 1945, 1940 der Einladung der Stadtkirchengemeinde gefolgt, um am 8. August 2010 ihre Gold- bzw. Jubelkonfirmation in der Stadtkirche zu feiern. Nach einem festlichen Gottesdienst gab es im Vaßbendersaal Gelegenheit alte Erinnerungen auszutauschen, Bekannte und FreundInnen wieder zu treffen und bei einem schönen Mittagessen gemütlich beieinander zu sitzen.

Abschied nehmen

Was wir alle seit vielen Monaten wussten, wurde im Juli 2010 nun Wirklichkeit.

Zuerst mussten wir am 4. Juli vom Gemeindezentrum Honsberg Abschied nehmen und haben dies mit einem bunten Familiengottesdienst getan, bei dem Pfarrer Grefen, Pfarrer Korb und Diakonin Kruse in einem Trialog über den Fischzug des Petrus gepredigt haben. Anschließend wurden die neuen Gemeinderäumlichkeiten in der Honsberger Straße 48 bezogen.

Nur eine Woche später, am 11. Juli hieß es dann Abschied nehmen von Pfarrer Hans-Günther Korb, der nach 34 Jahren Dienst in der Evangelischen Stadtkirchengemeinde von Assessorin Kristiane Voll in einem festlichen Gottesdienst „entpflichtet“ wurde. In seiner Abschiedspredigt erinnerte Pfarrer Korb noch einmal an die Tragfähigkeit des Wortes Gottes und die Kraft der leisen Worte: „Wir brauchen nicht immer mehr Reize, sondern Zeit für leise Worte.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Vaßbendersaal gefeiert. Nach zahlreichen Grußworten und teils sehr persönlichen Beiträgen, blieb Hans-Günther Korb nur noch zu sagen: „Ich bin dann mal weg!“ Auch nach seiner „Entpflichtung“ bleibt Pfarrer i.R. Hans-Günther Korb weiter berufen, zu predigen, zu taufen und das Abendmahl zu feiern.

Er ist aber nicht mehr dazu verpflichtet. Pfarrer Korb bleibt mit seiner Frau Elisabeth im Honsberg wohnen. Sie haben nun ein Haus in der Humboldtstraße bezogen.

Martin Rogalla

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Zachäus Zastermann

Wir mussten die Aufführung am 27. Juni wegen des WM-Achtelfinales von 16.00 Uhr kurzfristig auf 13.30 Uhr vorverlegen. Dennoch platzte der Vaßbendersaal fast aus den Nähten. Wir hatten ein begeistertes Publikum. Die Kinder zwischen 5 und 11 Jahren haben das hintergründige Spiel um Geld und den Sinn des Lebens großartig gesungen und gespielt. „Wer Jesus begegnet und ihm vertraut, der wird ein neuer Mensch.“ Mit dieser Botschaft endet das Stück. Durch die tollen Kulissen und Kostüme, die wir von der Apostolischen Kirche Frankfurt/Hessen ausgeliehen hatten, wurden wir fast nach Jericho um die Zeit Jesu versetzt.

Der ökumenische Kinder- und Jugendchor hat wieder einmal ein zeitnahes und kindgemäßes Stück mit guter Musik auf die Bühne gebracht. Schade, dass die zweite Aufführung in St. Engelbert wegen des Viertelfinales ganz ausfallen musste. Aber da regierte „König Fußball“ die Welt!

Weitere Bilder und Videoclips von der Aufführung gibt es unter www.kinderchor.info.

Ruth Forsbach

Eine gelungene Überraschung

Unsere Frauenrunde hatte am 27. Mai einen Spaziergang mit anschließendem Kaffeetrinken in ihrem Programm. Das Wetter ließ uns bis mittags noch im Ungewissen. Trotzdem trafen sich 16 fröhliche Frauen mit Regenausrüstung bis 15.00 Uhr bei Diakonin Marion Kruse im Augustinushaus. Dort bekam ich von Marion einen Zettel mit Aufgaben für eine Schnitzeljagd.

Die Mütter und Kinder der Jungschar hatten sich viel Mühe gemacht, uns eine lustige und geistig anregende Wanderung zu gestalten. Wir sollten an acht Stellen Luftballons finden und diese zum Platzen bringen. Darin fanden wir kleine Zettel mit Rätseln, die wir lösen mussten um bestimmte Buchstaben auf dem Aufgabenblatt einzutragen, die dann ein Lösungswort ergaben. Die Frage lautete: Wer sind wir? – Die Begeisterung aller Teilnehmer war groß. Wer fand zuerst einen im Baum oder Strauch versteckten Luftballon? Jetzt nur noch den Ballon zum Platzen bringen und die Aufgabe lösen. Unser Marschtempo wurde immer schneller und die Freude über die schnelle Lösung spornte uns alle an. Das Lösungswort: „Jungscharkinder“ war bald gefunden. Jetzt galt es noch die Jungscharkinder zu finden! An einer Weggabelung sahen wir zunächst die Mütter, wenig später auch die Kinder – gut getarnt und versteckt hinter Büschen und Bäumen. Die allgemeine Freude war echt herzlich! Nach einem Gruppenfoto - von Marion geschossen - traten wir gemeinsam den Heimweg zum Augustinushaus an. Dort erwartete uns noch eine weitere Überraschung. Zwei unserer fröhlichen Frauen hatten in der Zeit für uns Waffeln gebacken. Gemeinsam haben wir Waffeln gegessen und Kaffee bzw. Limo getrunken und uns über den gelungenen Nachmittag mit drei Generationen gefreut. So etwas nenne ich generationsübergreifende Gemeindearbeit. Ein ganz großes Dankeschön an die Jungscharkinder und ihre Mütter für diesen schönen Nachmittag.

Rosie Steinhaus

Papa-Kind-Nachmittag

Am 2. Juli 2010 fand bei uns im Kindergarten ein Papa- Kind- Nachmittag statt. Bei bestem Wetter erlebten wir viele lustige Momente, wie zum Beispiel beim Sandburgenwettbauen, bei dem die Väter enormen Ehrgeiz entwickelt haben. Gestärkt haben wir uns mit leckeren Grillwüstchen und unseren großen Durst haben wir mit Wasser und Apfelschorle gestillt. Wir hoffen auf einen genauso tollen Nachmittag im nächsten Jahr!

Melanie van Wahden

Tour de Ruhr 2010

Auch in diesem Jahr haben die MitarbeiterInnen des Bezirks Stadtkirche-Nord wieder gemeinsam einen Tagesausflug unternommen. Er war gedacht als kleines Dankeschön für das persönliches Engagement von über 70 ehrenamtlich Mitarbeitenden im Nordbezirk.

Bei wunderschönem, fast schon zu warmen Sommerwetter, haben wir am 8. Juli 2010 unseren Mitarbeitertag um 8.30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Gemeindehaus an der Stadtkirche begonnen.

Um 9.30 Uhr holte uns ein Reisebus ab, der uns nach Essen zur Zeche Zollverein gefahren hat. Dort hatten wir die Möglichkeit, entweder das neue „Ruhr-Museum“, die aktuelle Fotoausstellung „Ruhrblicke“ oder einfach nur das „Weltkulturerbe Zollverein“ zu besichtigen.

Nach dem großartigen Erfolg des vergangenen Jahres haben wir dann gegen 13.00 Uhr auf dem Gelände der alten Zeche wieder gemeinsam ein buntes Picknick veranstaltet, zu dem viele etwas beigetragen haben. Danach brachte uns der Bus zum zur Anlegestelle „Villa Hügel“, wo wir ein Schiff der Weißen Flotte Baldeney bestiegen haben, um damit auf der Ruhr zum Wasserbahnhof Mülheim zu fahren.

In Mülheim wurden wir dann gegen 17.00 Uhr von unserem Reisebus wieder abholen, so dass wir gegen 18.30 Uhr wieder in Remscheid waren.

Es war ein wunderschöner Tag mit vielen guten und herzlichen Begegnungen den wir alle wohl in dankbarer Erinnerung behalten werden.

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Konfirmandenfreizeit Nideggen

Am 18. Juni 2010 hieß es für die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Bezirks Stadtkirche-Nord: Auf nach Nideggen! Mit zwei Kleinbussen und einem PKW starteten die 18 Jugendlichen und drei Erwachsenen (Pfarrerin Ursula Buchkremer, Pfarrer Martin Rogalla und Presbyter Rüdiger Voigt) am Freitagnachmittag zu einer Wochenendfahrt in die Eifel. Und dort gab es einiges zu erleben. Am späten Freitagabend ging es los von Jugendherberge mit einer Fackelwanderung zur Burg Nideggen. Unterwegs wurden wir mit spannenden Informationen über die ehemaligen Ritter der Burg und ihr schaurig-schönes Burgleben versorgt.

Am Samstag stand dann auch ein wenig Unterricht auf dem Programm, so dass wir uns am Vormittag und kurz vor dem Abendessen mit dem Thema Taufe beschäftigt haben. Zum Ausgleich gab es am Nachmittag eine kurzweilige Rallye durch das Städtchen Nideggen mit anschließender Siegerehrung. Und nach getaner Arbeit konnten sich alle beim Grillabend stärken und später beim gemeinsamen Lagerfeuer den Tag beim Stockbrotbacken ausklingen lassen.

Am Sonntagmorgen packten sich alle ihr Lunchpaket für unterwegs und so ging es nach dem Frühstück zunächst ins Wildfreigehege Hellenthal. Dort konnten wir die beeindruckende Flugvorführung der Greifvögel ansehen und hatten nachher noch Zeit zur freien Verfügung, die viele auf dem großen Spielplatz verbrachten. Nach dem Mittagsimbiss fuhren wir zurück nach Remscheid, wo wir alle wohlbehalten um 15.00 Uhr eintrafen. So haben wir miteinander ein schönes und abwechslungsreiches Wochenende erlebt.

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Kindergarten Himmelszelt

Am 24. Juni 2010 fand im Kindergarten Himmelszelt der diesjährige Gottesdienst zum Abschluss des Kin-dergartenjahres statt, der auch in diesem Jahr gemeinsam mit Kindergartenpfarrerin Ulla Buchkremer vorbereitet und von den Erzieherinnen liebevoll gestaltet wurde. Und so trafen sich am Nachmittag des Johannestages Kinder, Eltern und Erzieherinnen auf dem Außengelände des Kindergartens unter einem strahlend blauen und warmen Sommerhimmel. In diesem Jahr stand die Figur des Abraham im Mittelpunkt, der auf einen unbekannten Weg gesandt wurde und erleben durfte, dass Gott ihn auf seinem Weg behütet und gesegnet hat. Im Gottesdienst wurde hervorgehoben, dass die künftigen Schulkinder ebenso wie Abraham einen unbekannten, neuen Weg in die Schulzeit antreten. Zum Zeichen, dass Gott auch diese Kinder auf ihrem Weg segnen will, konnten alle Schulanfänger auf einem Weg, der mit unterschiedlichen Untergründen belegt war, entlanggehen und wurden in der Mitte des Weges gesegnet.

Zum Andenken an den Kindergarten und an die Geschichte von Abraham bekam jedes Kind als Geschenk eine kleine Reisetasche für den Proviant auf seinem Weg. Segenslieder und ein Tanz der Kinder rundeten den Gottesdienst ab, der dann überging in ein kleines Kindergartenfest mit Grillen und Liederrunde.

So sieht es in der Evangelischen Stadtkirche aus

Am Freitag, 4. Juni 2010 (von 8 bis 9 Uhr) zeigten die am christlichen Religions-Unterricht der Daniel-Schürmann-Schule teilnehmenden Kinder der 4. Klassen ihren muslimischen Mitschülerinnen und -schülern die Evangelischen Stadtkirche.

Lernstationen in der Evangelischen Stadtkirche waren: Altar, Taufbecken, Kreuz, Kanzel, Opferstock, Glockenturm, Orgel und der Pfarrer (mit Talar). Je Lernstation erklärten jeweils zwei christliche Kinder als "Experten" die Bedeutung der Ausstattungsgegenstände in der Kirche - die Vorbereitung dazu erfolgte im Religionsunterricht. Pfarrer Martin Rogalla gab bereitwillig Auskunft über seine Aufgaben und Organist Tobias Majewski ließ die Kinder beim Orgelspiel zuschauen.

Gemeinsam sangen Schüler und Lehrerinnen, begleitet von der Orgel, das Lied "Der Himmel geht über allen auf".

Dieser außergewöhnliche Kirchenbesuch hatte folgende Unterrichtsziele:

  • Beitrag zum interreligiösen Dialog
  • Begegnungslernen
  • Einsichtnahme in den christlichen Glauben
  • Entwicklung von gegenseitigem Respekt und Toleranz
  • Bildung wechselseitigen Vertrauens

Ein späterer gemeinsamer Besuch einer katholischen Kirche und einer Moschee ist geplant.

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Text & Bilder: Heinz Majewski

Finanzen

Das Presbyterium hat den Haushaltsplan 2010 festgestellt, der in Einnahmen und Ausgaben mit 1.734.400 € abschließt. Der Fehlbetrag im Haushalt 2010 in Höhe von 162.618 € wird aus den Rücklagen folgender Bereiche gedeckt: Kirchenmusik, Vaßbendersaal, Citykirchenarbeit, Jugendarbeit, Altenarbeit, Kindergarten, Öffentlichkeitsarbeit, Gemeindliche Bauunterhaltung, Anschaffungsrücklage, Ausgleichsrücklage.

Das Presbyterium nimmt seine Beschlüsse bezüglich der Jugendleiterstelle an der Stadtkirche zurück und beschließt aufgrund des hohen Haushaltsdefizits, diese Stelle nicht wieder zu besetzen.

Es stellt außerdem fest, dass aufgrund der angespannten Haushaltslage weder der geplante Umbau des Kindergartens Himmelszelt noch der Umbau des Pfarrhauses Honsberg zu einer Dependance realisiert werden können.

Für die zukünftige Gemeindearbeit der Stadtkirchengemeinde im Honsberg wurden Räumlichkeiten im Gebäude Honsberger Straße 48 angemietet.

Ausbau des Glockenspiels 2010

Seit 2008 erklingt dreimal täglich unser Glockenspiel von der Evangelischen Stadtkirche. Seitdem haben sich viele RemscheiderInnen an die schönen Klänge gewöhnt, die vom alten Markt aus bis zum Rathaus und den Hohenhagen zu hören sind. Und etliche Gemeindemitglieder haben uns schon danach gefragt, ob es eine CD des Remscheider Glockenspiels gibt. Diese existiert bis heute leider noch nicht. Aber wir arbeiten daran.

Zunächst möchten wir aber noch zwei Lücken in unserem Glockenspiel schließen (fis 4/ g4). Für die Glocke „fis 4“ haben wir bereits eine Sponsorin gefunden. Es fehlen uns allerdings noch ein Sponsor für die Glocke „g4“ sowie zwei Hammerpaten.

Für 1.000 € können Sie die vorerst letzte Glocke des Remscheider Glockenspiels sponsern, mit dem Recht eine eigene Inschrift hierfür zu bestimmen.

Für 400 € können Sie eine eingetragene Hammerpatenschaft übernehmen.

Ab 100 € ermöglichen wir Ihnen die kostenlose Teilnahme beim nächsten Glockenguss in Sinn (Hessen).

Ab 30 € werden wir Ihnen zeitnah eine Spendenquittung ausstellen.

Bitte helfen Sie uns, unser Glockenspiel an der Stadtkirche zu vervollständigen.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne Kantorin Ruth Forsbach zur Verfügung (Tel. 02191/ 29 31 61). Es wäre schön, wenn sich bis Mitte Februar ein Glockensponsor gefunden hätte, damit wir zeitnah einen Gußauftrag erteilen können.

Nach der Installation der beiden neuen Glocken im Sommer 2010 entsteht eine CD, die uns durch das Kirchenjahr und unser bergisches Jahr begleiten soll. Wir hoffen sehr, dass die CD nach den Sommerferien fertig gestellt werden kann. Sie wird dann im Herbst für 9,90 € bei der Evangelischen Stadtkirchengemeinde (Schulgasse 1, 42853 Remscheid, Tel. 02191/ 49 48 10) zu erwerben sein. Vorbestellungen nimmt jetzt schon Kreiskantorin Ruth Forsbach gerne entgegen. Klangproben des Glockenspiels finden Sie auf unserer Homepage unter www.stadtkirchengemeinde.de

Wenn Sie uns beim Ausbau des Glockenspiels und der Herstellung der 1. Remscheider Glocken-CD unterstützen möchten, sprechen Sie uns an oder überweisen Sie bitte Ihre Spende an den Gesamtverband der Alt-Remscheider Gemeinden, Stadtsparkasse Remscheid (BLZ 340 500 00), Konto 232, Stichwort: „Glockenspiel“.

Wirtschaftskrise und Kinderarmut

Was hat die Wirtschaftskrise mit Kindern zu tun? Jeder und jede denkt doch dabei zuerst an die Autoindustrie und Banken. Dabei wird oft vergessen, dass ebenso sehr viele Kinder davon betroffen sind.

Bei uns im Kindergarten Himmelszelt immerhin 14 (!) Kinder von 61. Das sind Kinder aus Familien, die von Hartz IV bzw. vergleichbarem Einkommen leben müssen und dies sind nur die Eltern, die sich bei uns gemeldet haben. Die Dunkelziffer ist bestimmt noch größer. Die Eltern in unserem Kindergarten bekommen bei Vorlage der weißen Kundenkarte des Kaufhaus Remscheid 50% der Kosten für das Mittagessen reduziert. Sie bezahlen dann statt 40 € nur 20 € im Monat an Essensgeld. Wir haben uns für dieses Verfahren entschieden, da wir die Eltern so auch gleichzeitig auf das Angebot des Kaufhauses Remscheid und auf das Beratungszentrum des Diakonischen Werkes aufmerksam machen.

Das bedeutet aber für die Evangelische Stadtkirchengemeinde, dass jährlich über 3.000 € aus Diakoniemitteln dazugezahlt werden müssen.

Nun kann keine und keiner mehr sagen: „Was geht mich die Wirtschaftskrise an?“ Es sind sehr viele Kinder auch in unserer Stadt davon betroffen.

Wir wissen nicht, wie lange das noch möglich ist. Es wäre schön, wenn viele sich daran beteiligen würden und so mit helfen könnten, dass wir diese Möglichkeit auch zukünftig den betroffenen Kindern und Familien bieten können. Uns ist es sehr wichtig, dass diese Kinder die gleichen Möglichkeiten und Bildungschancen haben wie alle anderen auch.

Wenn Sie uns bei dieser wichtigen diakonischen Arbeit unserer Gemeinde unterstützen wollen, überweisen Sie uns bitte eine Spende auf das Konto des Kirchenkreiseses Lennep Nr. 10 10 208 021 bei der KD Bank Dortmund (BLZ 350 601 90) Kennwort: „Kindergartenteller“.

Christa Vicari

Jugendaustausch mit Israel

13 Jugendliche aus Bat Yam - aus der Nähe von Tel Aviv - und zwei ihrer Lehrerinnen kamen im Rahmen eines Jugendaustauschs vom 17. - 25. August 2009 nach Remscheid. Diesen Austausch hatte ich 2008 bei der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend für die Gemeinde beantragt. Sie fördert über den Kinder- und Jugendplan des Bundes internationale Jugendbegegnungen.

Die Jugendlichen aus Remscheid, zwischen 16 und 19 Jahre alt, beschäftigten sich schon lange in einem Schulprojekt mit der NS-Zeit und recherchierten in den verschiedenen Archiven nach ehemaligen jüdischen Schülern ihrer Schule.

Jetzt trafen sich sozusagen die Urenkel der Täter mit den Urenkeln der Opfer.

Was in diesen neun Tagen aber mit den Jugendlichen geschah, habe ich nicht zu hoffen gewagt. Neben Fahrten nach Düsseldorf, Köln und Bonn stand die Fahrt nach Bergen-Belsen auf dem Programm. An einem Mahnmahl auf dem Gelände des ehemaligen KZ wurde eine, von den Israelis vorbereitete, Gedenkfeier zusammen mit unseren Jugendlichen abgehalten.

Wir alle, Deutsche wie Israelis, waren tief berührt, froh, dass wir diesen schweren Weg nicht alleine gehen mussten und wir alle haben diesen Tag als eine Versöhnung empfunden. Wir haben miteinander Frieden geschlossen. Friede mit unseren neuen Freunden und mit uns selbst.

Die israelische Lehrerin sagte: „Vor Bergen-Belsen waren sie Freunde, danach Brüder und Schwestern.“

Jetzt fahren wir im November nach Israel, freuen uns unsere „Brüder und Schwestern“ wiederzusehen und sind gespannt auf das, was uns erwartet.

Nächstes Jahr geht’s dann weiter mit einer neuen Gruppe. Wer Lust hat kann sich schon anmelden unter E-Mail: beate_morvai@yahoo.de.

Beate Morvai

Flötenkreis an der Stadtkirche

Nach dem Tod von Schwester Line Wurms, die viele Jahre „ihren“ Flötenkreis musikalisch und menschlich so wunderbar und umsichtig geleitet und betreut hat, besteht der Wunsch, diesen Kreis weiter bestehen zu lassen und ihn nach Möglichkeit zu „erneuern“ und zu erweitern.

Dazu werden Damen und Herren gesucht, die gerne Blockflöte spielen, möglichst auch schon ein wenig Ensemble-Erfahrung haben und zu den Proben am Mittwochabend einigermaßen regelmäßig kommen können.

Auch ein Gambist oder ein Continuospieler wären willkommen. Es geht ja vor allem um Musik der Barockzeit.

Wenn Sie z.B. als junger Mensch Flöten-Unterricht hatten (z.B. an unserer Musikschule) oder in einem Flötenkreis mitgespielt haben, dann aber pausieren mussten wegen der Familie, Beruf usw. - und jetzt wieder Zeit und Lust zum selber Musizieren haben, dann sollten Sie sich unbedingt melden!

Ab Januar sollen die Proben in den Räumen an der Stadtkirche stattfinden, bis dahin bleibt der Probenort das Augustinushaus im Kremenholl. Traditionsgemäß wird der Flötenkreis den Abschlußgottesdienst des Weihnachtsmarktes am 3. Advent um 17.00 Uhr in der Stadtkirche mitgestalten.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei mir unter Tel. 29 31 61.

Ruth Forsbach

Glockenspiel und CD

Wir planen, unser Glockenspiel um die beiden noch fehlenden hohen Töne fis und g zu ergänzen. Die Firma Rincker wird uns die beiden „Glöckchen“ nachgießen.

Auch möchte der Glockenspiel-Fachmann, Herr Wolter, die Technik der Anschlagshämmer noch einmal verbessern. Darum haben wir die geplante Glockenspiel-CD auch auf 2010 verschoben; wir hätten sie ohnehin nicht mehr rechtzeitig für das „Weihnachtsgeschäft“ fertig bekommen. Nun soll sie rechtzeitig im Sommer 2010 erscheinen mit dem Titel „Das Bergische Jahr in Glockenspiel und Orgelmusik“. Lieder von Paul Gerhardt, Orgelchoräle von J.S. Bach und Volkslieder durch die Jahreszeiten werden darauf zu hören sein.

Wenn Sie uns bei der Vervollkommnung unseres einzigartigen Glockenspiels mit Anschlags-Dynamik noch einmal unterstützen wollen, melden Sie sich bitte bei Pfarrer Martin Rogalla.

Ruth Forsbach

Verwaltung: Schulgasse 1, 42853 Remscheid | Telefon (02191) 4948-10 | E-Mail senden || Impressum